Yannick Wild an der Spitze: Auch im finalen Heat ließ der 20-jährige Warendorfer nichts anbrennen und holte sich auf Fehmarn den zweiten Sieg in der „Starboard Serenity Matchrace-Tour 2009. Bilder: Gabi Wild

 

Innerhalb von einer Woche ist es SCW-Surfer Yannick Wild (20) gelungen, zwei Regatten um den „Starboard Serenity Matchrace Cup 2009“ zu gewinnen. Nach dem ersten Erfolg auf dem Zülpichsee bei Köln schaffte er genau eine Woche später auch das Kunststück, den Wettbewerb während des Surffestivals auf Fehmarn zu gewinnen.

Bei der Matchrace-Tour handelt es sich um eine Regattaserie, die der international erfolgreiche Ausrüster Starboard in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Fachmagazin „Surf“ durchführt. Aus vier Qualifikationsrennen bei jeweils einer Bundesliga-Regatta in den Regionen Süd, West und Nord sowie beim Surf-Festival auf Fehmarn wird eine Rangliste erstellt, nach der Plätze für das Finale Anfang Oktober auf dem Chiemsee vergeben werden. Mit seinen zwei Tagessiegen in Zülpich (Bundesliga West) und auf Fehmarn hat Yannick Wild sich somit an die Spitze der Rangliste gesetzt.

Zwar waren auf Fehmarn nur 15 Starter gemeldet, doch die Konkurrenz durchaus hochkarätig. Immerhin hatten mit dem sechsfachen Junioren-Weltmeister Oliver Tom Schliemann (18) und dem Deutschen Jugend-Meister im Freestyle, Max Droege (17), zwei junge Top-Surfer gemeldet, die zum „Dream-Team“ des Ausrüsters Starboard gehören. Aber auch sie hatten an diesem Tag das Nachsehen, denn der Warendorfer setzte abgeklärt, technisch sauber, kraftvoll und taktisch klug um, was er in mehrjähriger Wettkampferfahrung bei Raceboard-Regatten gelernt hatte. Wie schon vor Wochenfrist der sechsfache Deutsche Meister Moritz Martin, ebenfalls bei Starboard unter Vertrag, mussten auch die beiden deutschen Top-Nachwuchssurfer Siegerpokal und Preisgeld Yannick Wild überlassen.

Dabei war der Sieg auch für das Image der Surf-Bundesliga und für den Surfclub Warendorf gleichermaßen ein Erfolg. Denn Regattaleiter Alois Mühlegger, Chef vom Dienst beim Surf-Magazin und selbst Bundesliga-Surfer (RSC Chiemsee), stellte bei der Siegerehrung Yannick Wild vor beachtlicher Zuschauerkulisse als Teammitglied des amtierenden Deutschen Meisters SC Warendorf vor. In einem Interview mit dem Moderator des Radiosenders N-Joy verriet der junge Surfer des SCW, warum, er mit dem kanu-ähnlichen Serenity-Board, mit dem man dank seiner schnittigen Form auch bei Leichtwind erstaunlich gut vorankommt, so erfolgreich unterwegs ist: „Bei uns zuhause am Baggersee muss man halt auch mit wenig Wind klarkommen - da weiß man, wie man sich nach vorn pumpen muss.“

So hatte das Surf-Festival Fehmarn, das alljährlich rund 15.000 Surffreunde anlockt, für die Teilnehmer aus Warendorf in diesem Jahr ein besonderes Highlight aus lokaler Sicht.

Das Serenity von Starboard ist ein kanuähnliches, schmales Board, das auch bei wenig Wind schon Vortrieb ermöglicht. Gefahren wird in der Matchrace-Tour 2009 mit identischem Material und Severne-Segeln in der Größe 7,5 qm.

Gratulation nach dem Finalsieg: Der Zweitplatzierte, Oliver Tom Schliemann (r.), als Jugendlicher in verschiedenen Disziplinen und Altersklassen insgesamt sechsmal Weltmeister, gratuliert SCW-Surfer Yannick Wild (Startnummer 12).

Siegerehrung: Andy Mencke (2.v.r.), Verkaufsleiter bei der Firma APM (München), die in Deutschland Starboard vertreibt, freut sich mit den drei Erstplatzierten von Fehmarn.

Interview: Yannick Wild stellte sich bei der Siegerehrung den Fragen des N-Joy-Moderators.

Hautnah bei den Stars zu sein - das bietet das Surffestival Fehmarn alle Jahre wieder den Freunden des Surf-Sports: Gabi Wild, Vorstandsmitglied des Surfclub Warendorf, fühlte sich sichtlich wohl zwischen den Surf-Größen (v.l.) Florian Jung, Normen Günzlein, Kauli Seadi und Klaas Voget bei einer Autogrammstunde am Stand des Surf-Magazins.

 

Malte Kumpf war auch auf dem Zülpichsee der zuverlässigste Punktelieferant im Bundesligateam des Surfclub Warendorf. Bild: Gabi Wild

Es bleibt spannend in der 1. Surf- Bundesliga West: Nur hauchdünn musste sich das Team des Surfclub Warendorf am 16./17. Mai auf dem Zülpichsee bei Köln dem direkten Konkurrenten um die Westdeutsche Meisterschaft, der 1. Mannschaft des Paderborner Yachtclubs, geschlagen geben

Nach fünf Wettfahrten bei ordentlichem Wind am Samstag trennten die beiden Nachbarvereine, die 2007 (Paderborn) und 2008 (Warendorf) auch die Deutschen Mannschafts-Meisterschaften gewonnen hatten, nur ein winziges Pünktchen, während die anderen mit dem Zweikampf an der Tabellenspitze nichts mehr zu tun haben.

Allerdings hat Paderborn nach dem Tagessieg vom Zülpichsee nun einen kleinen Vorteil, sodass der SCW in Wesel siegen muss, um den Westdeutschen

Meistertitel zu verteidigen. Qualifiziert für das Bundesliga-Finale, bei dem vom 18. bis 20. September auf dem Zwischenahner Meer alle deutschen Top-Teams aus den Ligen West, Nord-Ost und Süd aufeinander treffen, sind die beiden Spitzenreiter aus dem Westen ohnehin längst.

In Zülpich, wo beide Kontrahenten erstmals in dieser Saison in Bestbesetzung antreten konnten, entwickelte sich vom ersten Start an das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem Paderborn am Ende des ersten Wettkampftags nur um einen Wimpernschlag vorne lag. Die Hoffnungen des Warendorfer Teams, bei weiteren Starts am Sonntag den Spieß umdrehen zu können, erfüllte sich nicht. Denn nach den guten Verhältnissen vom Samstag reichte der Wind am Sonntag nicht für weitere Wettfahrten. Erneut zeigten sich Malte Kumpf und Yannick Wild, die in der Einzelwertung die Plätze vier und fünf in einem hochklassigen Starterfeld erkämpften, als die zuverlässigsten Punktelieferanten.

Niklas Mersmann gewann überlegen die Jugendwertung.

Weitere Bilder von der Bundesliga-Regatta auf dem Zülpichsee:

Siegerehrung in Zülpich: (vorne, v.l.) Carl Klein (PYC1), Philipp Oesterle (PYC1), Christian Kowollik (PYC2), (hinten, v.l.) Stefan Zimmer (PYC1), Stefan Sieme, Yannick Wild und Malte Kumpf (alle SCW) sowie Matthias Reimann (PYC2).

Yannick Wild holte Platz fünf in der Einzelwertung.

Entspannung in einer Wettkampfpause an Land: (v.l.) Stefan Sieme, Niklas Mersmann, Malte Kumpf, Yannick Wild und Alexander Becker.

Kampf m die besten Plätze an der Startlinie: Die Logos von Sparkasse Münsterland Ost und RWE Westfalen Weser-Ems AG, der beiden Hauptsponsoren des SCW, sind immer vorn mit dabei.

Bilder: Gabi Wild (3). Dietmar Mersmann (1)

Dass auch bei wenig Wind spannende Wettfahrten möglich sind, das beweist die „Starboard Serenity Matchrace-Tour 2009“. Und dass er mit den Top-Surfern der Szene durchaus mithalten kann, hat SCW-Surfer Yannick Wild bei einem solchen Einlagerennen auf dem Zülpichsee bei Köln am 17. Mai gezeigt. Im Finale sicherte sich der 20-Jährige Siegerpokal und Preisgeld , als er sich in einem spannenden Wettkampf unter anderem gegen den amtierenden und sechsfachen Deutschen Meister der Raceboardklasse, Moritz Martin, und den deutschen Ranglistenersten 2008, Philipp Oesterle, durchsetzte.

Was Segler schon seit Jahren vormachen, wollen jetzt auch die Windsurfer praktizieren – eine attraktive Matchrace-Tour. Kurze, knackige Rennen in Vierer-Heats, keines dauert länger als fünf Minuten, hautnah für die Zuschauer in Ufernähe, auf identischem Material.

Der Ausrüster Starboard stellt den schnellen Leichtwindrenner Serenity und komplette Riggs mit 7,5 qm zur Verfügung – und das Preisgeld. Vier Wettbewerbe im Süden, Westen, Norden und Osten, jeweils an Regatten der Surf-Bundesliga angedockt, plus Surf-Festival Fehmarn und großes Finale am Chiemsee im Herbst, wo die 16 Besten der Rangliste startberechtigt sind. Die anderen 16 Startplätze werden über Wild Cards vergeben. Beim Finale gibt es dann auch doppeltes Preisgeld abzusahnen.

Übrigens: Für die Teilnahme ist kein Startgeld fällig. Wer zuerst meldet (direkt bei den Veranstaltern), ist dabei. Auch in Zülpich hatte die Firma APM vier Starboard Serenity und Riggs zur Verfügung gestellt, dazu gab es Lycras mit Startnummern von 1 - 32. Gestartet wurde im K.O.-System in Vierer-Gruppen, wobei die zwei besten jeweils in das nächste Heat kamen. Yannick Wild hatte es in beiden Vorläufen und im Finale mit Deutschlands erfolgreichstem Raceboard-Surfer der vergangenen Jahre, Moritz Martin, zu tun, wurde in beiden Vorläufen Zweiter und konnte ihn schließlich im Finale sogar bezwingen, ließ dabei ebenso seinen früheren Kollegen aus dem NRW-Kader, Thomas Kleine (TV Bruckhausen), und den Ersten der deutschen Raceboard-Rangliste 2008, Philipp Oesterle (Paderborner Yachtclub), hinter sich.

Etwas Pech hatten die SCW-Liga-Fahrer Alexander Becker und Malte Kumpf, die in der ersten bzw. zweiten Runde ausschieden, da sie jeweils in die Gruppe der späteren Gewinner Wild/Martin gelost worden waren. Malte kam immerhin ins "kleine Finale" und wurde Achter.

 

 

 

Beim Krefelder Surfmeeting war der Surfclub Warendorf mit (v. l.) Christian Möllers, Alexander Becker, Malte Kumpf, Yannick Wild, Niklas Mersmann, Stefan Sieme und Lukas Kieskemper erfolgreich. Bild: Gabi Wild

 

Mit einem Dreifach-Erfolg sind die Aktiven des Surfclub Warendorf vom Krefelder Surfmeeting (9./10. Mai) zurückgekehrt. Das Bundesliga-Team konnte mit einem überlegenen Tagessieg die Konkurrenten vom Paderborner Yachtclub auf die Plätze verweisen und mit Malte Kumpf auch den Tagessieger in der Einzelwertung stellen. In der Nachwuchs-Bundesliga machte das Duo des SCW ebenfalls mit einem Sieg vor Paderborn den Triumph perfekt.

Bei Schwachwind kam es auf dem Elfrather See nur zu zwei Wettfahrten, bei denen das SCW-Team unter schwierigsten Bedingungen eine große kämpferische Leistung zeigte. Mit seinem Gesamtsieg in der Einzelwertung stellte Malte Kumpf seine Top-Form unter Beweis, und auch Platz drei für Yannick Wild machte deutlich, dass die beiden Leistungsträger des Deutschen Meisters auf eine Titelverteidigung brennen. Auch Alexander Becker auf Platz 6 und Teamkapitän Stefan Sieme mit Platz 9 zeigten eine ansteigende Formkurve.

Mit etwas Glück konnten auch Niklas Mersmann und Lukas Kieskemper (beide 13 Jahre) in der Nachwuchs-Bundesliga überraschend den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Sie siegten punktgleich vor den beiden Paderborner Jugendteams.

Als siebenter Surfer des SCW ging nach seinem Debüt in Paderborn auch in Krefeld Christian Möllers (18 Jahre) an den Start und konnte mit Platz 26 einen Achtungserfolg erzielen.

Das Seniorenteam des SCW hat dank des Tagesiegs vor Paderborn 2 und Paderborn 1 nach zwei Regatten nun in der Tabelle mit dem schärfsten Konkurrenten Paderborn 1 gleichgezogen.

Weitere Fotos vom Krefelder Surfmeeting (Bilder: Gabi Wild):

 



 
Aktuelle Seite: Home Windsurfen Regatten